Funktionaloptometrie:

Die Funktionaloptometrie (FO) ist eine empirische Wissenschaft. Sie beschäftigt sich mit der individuellen Seherfahrung (Sehen), der Qualität der visuellen Funktionen und der daraus resultierenden Wahrnehmung. Bevor ich Heilpraktiker wurde habe ich als Funktionaloptometrist gearbeitet.
Neben der Arbeit in meiner Praxis gebe ich Seminare über Funktionaloptometrie, das Sehen, die visuelle Entwicklung und die Möglichkeiten das Sehen mittels Visualtherapie zu verbessern.

Zur Funktionaloptometrie:

In Deutschland / Europa gibt es für FO unterschiedliche Qualifikationen

Die einfache Qualifikation zur FO:

Augenoptiker, die unterschiedliche, beliebige Seminaren in FO besucht haben, sich aber keiner Prüfung unterzogen haben.

Die umfassende Qualifikation zur FO:

Optometristen, die sich in Seminaren, mit festgelegtem Inhalt, weitergebildet haben und von der WVAO geprüft wurden.

Fragen Sie Ihren Funktionaloptometristen, welche Ausbildung (Prüfung) er hat. 

In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde weltweit an allen renommierten "Schulen" der Augenoptik sehr intensiv über das Sehen nachgedacht. Es entwickelten sich unterschiedliche Ausrichtungen. In Europa perfektionierte man die Sehverbesserung mittels immer genaueren Messmethoden, genaueren Brillengläsern und Kontaktlinsen.

In den USA wurden von einigen Augenoptikern (auch dort immer nur eine Minderheit) zusätzlich die Qualitäten der visuellen Grundfunktionen und deren Verarbeitung im Gehirn erforscht. Diese Richtung bezeichnen wir heute als Funktionaloptometrie. An erster Stelle ist hier der Augenoptiker Dr. A. M. Skeffington zu nennen. Er brachte ein System in die verschiedensten augenoptischen Messungen und schaffte damit einen Standart, das bedeutete Vergleichbarkeit.

Ein wesendlicher Unterschied zwischen der Augenoptik in der damaligen europäischen Ausrichtung und der Amerikanischen nach Skeffington (FO) besteht darin:

In Europa kommt die Hilfe mit einer Brille von außen. Vergleich: wie eine Pille um abzunehmen.

In USA (FO) bekommt der Patient wenn erforderlich auch eine Brille, doch wenn es Aussicht auf Erfolg hat, dann wird der Patient animiert an sich zu arbeiten. Vergleich: Sport treiben und gesünder Essen um abzunehmen.

In der Funktionaloptometrie werden die visuellen Grundfähigkeiten und deren Verarbeitung im Gehirn des Patienten und nicht nur seine Sehleistung untersucht.

Seit ein paar Jahren beschäftigen sich auch in Europa wieder vermehrt engagierte Augenoptiker mit der FO. So wurde in Deutschland von der WVAO (Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie) eine Ausbildung zum FO initiiert. Der Meistertitel im Augenoptikerhandwerk ist die Zugangsvoraussetzung für diese Ausbildung. Das ist auch sehr sinnvoll, da nur der Augenoptikermeister in seiner Berufsausbildung die in der FO angewandten und notwendigen Messmethoden erlernt hat.

In Deutschland wird die zur Zeit anspruchvollste Prüfung zur FO von der WVAO durchgeführt. 

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